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The Berner Group
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Berner Pressekonferenz 2009
Künzelsau, 08.09.2009
Berner Unternehmensgruppe: Abschluss des Wirtschaftsjahres 2008/09
Wirtschaftsjahr 2008/09: Trotz Krise gut behauptet
Obwohl das Geschäft bereits von den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise beeinflusst war, hat die Berner Unternehmensgruppe, Künzelsau, im abgeschlossenen Wirtschaftsjahr 2008/09 (1.4.08-31.3.09) ein Umsatzplus von 2,1 Prozent erzielt.

Die Berner Gruppe ist einer der führenden europäischen Direktvertreiber im Kleinteile-Geschäft für die professionelle Anwendung im Bau- und Kfz-Handwerk sowie der Industrie. Für die Gruppenbetrachtung werden die beiden Konzerne Berner GmbH, Künzelsau, und BTI Befestigungstechnik GmbH, Ingelfingen, zusammengefasst.

Im Geschäftsjahr 2008/09 gelang es der Berner Gruppe, trotz der Wirtschaftskrise noch ein leichtes Wachstum zu erzielen. Inklusive der Zukäufe – Montex (Kroatien), Metaplan (Finnland), Rumler (Deutschland) und Maurer (Österreich) – erhöhte sich der Umsatz von knapp 870 Millionen Euro auf 888,1 Millionen Euro. Davon erwirtschaftete die Berner Gruppe 318,1 Millionen Euro im Inland und 570 Millionen Euro im Ausland. Akquisitionsbereinigt musste die Gruppe ein leichtes Minus von 0,8 Prozent hinnehmen.

Die Wirtschaftskrise schlug sich auch auf die Ertragslage nieder. Die Berner Unternehmensgruppe kann zwar ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vorweisen, dieses liegt jedoch 26 Prozent unter dem des Vorjahres.

„Die überdurchschnittlich gute Umsatzentwicklung des Vorjahres 2007/08 ließ sich aufgrund der äußerst schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht fortsetzen. Aber wir haben unsere Marktstellung behauptet und durch die Akquisitionen weiter gestärkt“, so CEO Jörn Werner. „Mit einer Eigenkapitalquote von 43 Prozent steht die Gruppe nach wie vor auf einer guten finanziellen Basis.“ Zum Bilanzstichtag am 31. März 2009 beschäftigte das Unternehmen 8.126 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (8.002 Mitarbeiter zum 31.03.08), 5.227 davon im Außendienst.

Umsatz nach Geschäftsbereichen
Die Konjunktur beeinflusste vor allem in der zweiten Hälfte des Wirtschaftsjahres das Geschäft der Berner Gruppe, wobei sich die weltweite Wirtschaftskrise in jedem Land unterschiedlich auf die Kfz- und Baubranche auswirkte. Insgesamt erwirtschaftete der Geschäftsbereich Bau mit rund 462 Millionen Euro den größten Anteil am Gesamtumsatz im vergangenen Wirtschaftsjahr. Der Kfz-Bereich trug mit einem Umsatz von 310 Millionen Euro zum Erfolg der Gruppe bei. Der Bereich Chemie entwickelt sich durch die Zukäufe positiv und erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 63,8 Millionen Euro. Der Umsatz der übrigen Vertriebskanäle, zu denen unter anderem der Spezialversandhandel und der Industriebereich Berner Frankreich zählen, belief sich auf rund 52 Millionen Euro.

Berner Konzern: Entwicklung der Kernmärkte und Regionen in Europa
Da Berner Deutschland einige nicht rentable Marketing- und Vertriebsaktivitäten eingestellt hat, verzeichnete das Unternehmen einen leichten Umsatzrückgang von 3,3 Prozent auf rund 121 Millionen Euro. Die Maßnahme wirkte sich jedoch positiv  auf das Ergebnis aus. Berner Frankreich, dem größten Einzelunternehmen der Gruppe, ist es gelungen, trotz der schwachen Konjunktur seinen Umsatz mit 190 Millionen Euro auf Vorjahresniveau zu halten. Berner Italien konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr seine positive Entwicklung nicht fortsetzen. Mit einem Umsatz in Höhe von 87 Millionen Euro verzeichnete die Gesellschaft ein leichtes Minus von 2,7 Prozent. Nach mehreren Jahren überproportionalen Wachstums war der Umsatz von Berner Spanien infolge des Zusammenbruchs des spanischen Immobilienmarktes um 14,4 Prozent rückläufig und sank auf 35 Millionen Euro. Berner Portugal dagegen gelang es, seinen  Umsatz um 3,3 Prozent zu steigern. Sehr erfreulich entwickelte sich Berner Schweiz: Mit einem Plus von 12,7 Prozent (6,9 % in Schweizer Franken) erhöhte sich der Umsatz auf 19 Millionen Euro. Bedingt durch den Zusammenbruch der Immobilienmärkte in Skandinavien verzeichnete die Region Nord (Dänemark, Schweden, Norwegen) im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang um 7,2 Prozent auf knapp 39 Millionen Euro. Dagegen gelang es der Region West (Niederlande, Belgien, Luxemburg) einen Umsatzzuwachs von 2,5 Prozent auf 46,5 Millionen Euro zu erzielen. Die Region Südost (Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Rumänien, Kroatien) schloss das Wirtschaftsjahr mit einem erfreulichen zweistelligen Wachstum (10,9 Prozent) ab und erreichte einen Umsatz von 75,4 Millionen Euro. Die Region Ost (Finnland, Polen, Türkei, Litauen, Lettland) steigerte ihren Umsatz – unter anderem durch die Übernahme der Firma Metaplan – um 17,1 Prozent auf 34,9 Millionen Euro.

Zuwächse in der Division Chemie
Die Caramba Chemie Gruppe wurde durch den Zukauf des Unternehmens Rumler (Deutschland und Niederlande) und durch die Beteiligung an der Firma Maurer mit Sitz in Österreich und Tochtergesellschaften in Ungarn und Rumänien deutlich gestärkt. Der Umsatz der Chemiedivision wuchs um 23,3 Prozent und erhöhte sich auf 63,8 Millionen Euro. Der um die Akquisitionen bereinigte Umsatz lag leicht unter dem Vorjahr. Zur Caramba Chemie Gruppe zählen neben Maurer auch die Unternehmen Wigo, Caramba und Tegee-Rumler.

BTI-Konzern insgesamt positiv
Der BTI Konzern steigerte seinen Umsatz im letzten Jahr insgesamt um 3,7 Prozent auf 155 Millionen Euro. BTI Deutschland entwickelt sich erfreulich und ist trotz der Krise um vier Prozent auf rund 111 Millionen Euro gewachsen. Betroffen vom Einbruch des Immobilienmarktes musste BTI Spanien ein Minus von 21,7 Prozent hinnehmen. BTI Griechenland lag in etwa auf Vorjahresniveau.

Ausblick
Berner hält an seiner strategischen Grundausrichtung fest: Im Kerngeschäft, dem Direktvertrieb, fokussiert der Berner Konzern seine Ressourcen auf die attraktivsten Kundengruppen im Bau- und Kfz-Handwerk und richtet sämtliche Marketing- und Vertriebsaktivitäten darauf aus. Darüber hinaus wird das Unternehmen seine Expansion in Europa fortsetzen.

Die Caramba Chemie Gruppe wird ihre Vision, der füh-rende Anbieter im Produktbereich Reinigung, Pflege und Wartung zu werden, weiter verfolgen. Mit starken Marken, qualifizierten Mitarbeitern und hoher Entwicklungskompetenz wird dieses Ziel in Angriff genommen.

Der BTI-Konzern konzentriert sich darauf, seine Kompetenzen in den bestehenden Märkten zu stärken. So baut die BTI seit der Übernahme des Spezialversenders Krähe den Bereich der Arbeitsbekleidung konsequent aus.

„Durch konsequentes Kosten- und Margenmanagement wollen wir eine zufrieden stellende Profitabilität für alle Gesellschaften der Berner Unternehmensgruppe erhalten beziehungsweise wieder herstellen“, sagt Jörn Werner. Ein konjunkturbedingter Stellenabbau ist derzeit nicht geplant. „Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir uns für die Zeit nach der Krise gut aufstellen und dazu gehört vor allem ein qualifiziertes Team“, so Jörn Werner.